Wasserforschung · Hydrolyse · 4 Min. Lesezeit

Schutz vor Feuchtigkeit: Warum wasserlösliche Vitamine trockene Lagerung brauchen

Wasser ist das wichtigste Transportmedium unseres Körpers. Doch was im Stoffwechsel erwünscht ist, kann während der Lagerung zum VerhГ¤ngnis werden: Wasserlösliche Mikronährstoffe wie Ascorbinsäure und Thiamin reagieren bei Luftkontakt äußerst sensibel auf Wasserdampf. QUELLWERK beleuchtet die chemische Reaktion der Hydrolyse.

1. Die hydrolytische Spaltung von Ascorbinsäure

Kommt reines Vitamin-C-Pulver mit Feuchtigkeit in Berührung, dissoziieren die Moleküle und reagieren mit gelöstem Sauerstoff zu Dehydroascorbinsäure und weiteren inaktiven Abbauprodukten. Das Pulver verfärbt sich gelblich bis bräunlich – ein klares Indiz für Wirkverlust.

2. Deliqueszenz bei pulverförmigen Reinsubstanzen

Bestimmte Substanzen verfügen über eine sogenannte Deliqueszenz-Feuchte: Wird diese überschritten, löst sich das Pulver in der aus der Luft absorbierten Feuchtigkeit selbst auf und verflüssigt sich. Ein intaktes Dichtungselement im Schraubdeckel schützt davor.

3. Trockenlagerung ohne Ausnahme

Verwahren Sie Pulver und Kapseln stets in trockenen Räumen. Sollte sich ein Pulver verfärben oder unangenehm säuerlich riechen, ist Feuchtigkeit eingedrungen.

QUELLWERK Schutz-Regel:

Verschließen Sie Behälter mit wasserlöslichen Vitaminen stets mit festem Druck, um das Eindringen von feuchter Umgebungsluft wirksam zu unterbinden.

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